Wie Süßes bei PMS hilft

Teil 1: Was ist das Problem?


Vor den Tagen ist für viele Frauen vieles anders. Sie fühlen sich anders, sie essen anders, sie schlafen anders, sie arbeiten anders, sie fühlen sich anders in ihrem Körper. Wieso? Welche Beschwerden können entstehen? Und was kann helfen?

 

TEIL 1: WAS IST DAS PROBLEM?

/// Was ist das Prämenstruelle Syndrom? /// Was passiert genau an den Tagen vor den Tagen? /// Wie die Säure zum Problem wird ///

 

Was ist das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Der Komplex der Phänomene vor den Tagen wird PMS genannt: Prämenstruelles Syndrom. Und was heisst das genau? „Prä“ bedeutet „vor, davor“, „menstruelles“ ist das Adjektiv zu Menstruation und „Syndrom“ bedeutet Beschwerdekomplex oder Krankheit. Es geht um ein Problem, eine Krankheit, die verursacht wird in der Phase vor der Menstruation.

 

Das Syndrom kann sich sowohl in körperlichen als auch in seelischen Symptomen zeigen. Deshalb helfen Methoden, die auf der Ebene ansetzen, auf der sich die Ursache des jeweiligen Problems befindet – manchmal ist das die physische, manchmal die psychische, oft eine Kombination aus beiden.

 

Was sind genau die Symptome der PMS? Sie reichen von körperlichen Beschwerden wie Brustspannen, Bauchziehen, Kopfschmerzen, Migräne, Ödeme (Wassereinlagerungen), Gewichtszunahme, Rücken-, Glieder- und Muskelschmerzen bis zu allgemeinem Unwohlsein. Ausserdem können Hautunreinheiten, Völlegefühl, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung auftreten. Weiterhin kann es in dieser Phase zu erhöhter sensorischer Sensibilität kommen. Diese Steigerung der sinnlichen Eindrücke (Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Spüren) kann je nach äusserer Umgebung und innerer Disposition von angenehm vertiefend bis hin zu schmerzhaft intensiviert erlebt werden.

 

Die unterschiedliche Intensität der Erscheinungen gilt auch für die anderen Symptome. Beispielsweise das Spannen in der Brust kann reichen von leichtem kaum wahrnehmbaren Zug bis zu tagelangen (bis zu 14 Tagen), intensiven, sehr schmerzhaften Spannungsschmerzen in der Brust. Diese Schmerzen können jegliche Berührung, das Tragen eng anliegender Kleidungsstücke sowie sportliche Betätigung vollständig unmöglich machen.

 

Als weiteres Symptom kann der Heisshunger auf Süßes auftreten, manchmal auch auf Salziges, Bitteres oder Saures. Das Spektrum reicht von leichtester, kurzer Erscheinungsform bis hin zu tagelangen, sich der Kontrolle der betroffenen Person vollständig entziehenden Heisshungerattacken.

 

Auf der seelischen, emotionalen Seite kann es zu vorübergehendem Ungleichgewicht kommen, zu einer erhöhten Bedürftigkeit, die oft mit der gesteigerten Sensibilität zusammengeht. Es kann Stimmungsschwankungen geben, Antriebslosigkeit, Hyperaktivität, depressive und manische Phasen, Reizbarkeit, Aggressivität und vermindertes Selbstwertgefühl.

 

Was passiert genau an den Tagen vor den Tagen?

Der Hormonspiegel ändert sich, um die Blutung vorzubereiten, die das unbefruchtete Ei ausleitet. Danach kann beim nächsten Zyklus ein neues Ei springen und eventuell befruchtet werden. Es würde sich daraufhin in der neu aufgebauten Gebärmutterschleimhaut einnisten. Im Fall einer Nichtbefruchtung blutet es mit der nun überflüssig gewordenen Innenschicht der Gebärmutter ab. So setzt sich der Zyklus immer weiter fort.

 

Der Punkt im Zyklus, bei dem die PMS beginnen kann, ist der Eisprung und damit die Zeit, in der der Körper potentiell beginnt, sich auf das Ausleiten des Eis vorzubereiten.

 

Dies geschieht hormonell mit verschiedenartigen Auswirkungen. Eine davon ist, dass sich die innere Schicht in der Gebärmutter zu lockern beginnt, so dass sie leichter abgestossen werden kann, zusammen mit dem unbefruchteten Ei.

 

Eine weitere ist der Anstieg des pH-Wertes im Blut der betreffenden Frau. Dieser Anstieg bewirkt, dass bei der Blutung mehr Säure mit dem Blut ausgeschieden wird als bei einem basischeren Wert.

 

Natürlicherweise herrscht bei der Frau im Blut ein pH-Wert von 7,37-7,45. Im Gewebe ist es etwas alkalischer bis zu 7,7 pH. Jedoch haben die meisten Frauen einen reduzierten pH-Wert, das bedeutet er geht mehr in Richtung sauer. Woher kommt diese Veränderung?

 

Wie die Säure zum Problem wird

Mit der Industrialisierung die um 1900 einsetzte, veränderten sich die Lebensgewohnheiten in unserer Gesellschaft radikal. Im Bereich Arbeit und Freizeit erhöhte sich der Stresspegel. Die Landwirtschaft als Grundlage der Ernährung stellte um auf chemische Dünger und Pestizide. Es kam im Laufe der letzten hundert Jahre zu einer massiven Zunahme denaturierter Halbfertig- und Fertigprodukte auf Kosten frischer, nährstoffschonender Zubereitung vitaler und unbearbeiteter Grundnahrungsmittel. Die erhöhte Produktion der Industrialisierung ermöglichte eine Verbesserung der Lebensbedingungen der meisten Menschen. Daraus folgte ein erhöhter Fleisch- und Genusswarenkonsum von industriellen Produkten. Durch die Nutzung von Erdöl und chemischen Produkten in sehr vielen Bereichen der Industrie kam es unter anderem zu einer großen Verbreitung von erdöl- und leichtmetallhaltigen Körperpflegemitteln.

 

Was hat das nun mit der Säure zu tun? Die Grundlage vorindustrieller Ernährung war basenüberschüssig durch eine vorwiegend fleischarme Lebensweise mit naturnah und frisch produzierten Lebensmitteln. Nun nimmt eine große Mehrheit der Menschen in den industriellen und postindustriellen Ländern zunehmend denaturierte Nahrung zu sich mit viel Fleisch, Milchprodukten und Genussmitteln wie Kaffee, Schwarztee, Limonaden, Schokolade und andere Süßwaren. Diese Nahrungsmittel enthalten alle mehr Säuren als Basen. Dies wird als säureüberschüssig bezeichnet. So bringt diese überwiegend säurehaltige Ernährung weitere Säuren in den vom Stress bereits übersäuerten Körper.

 

So führte die Veränderung zu einer stark industrialisierter Ernährung mit fast ausschliesslich säureüberschüssigen Produkten kombiniert mit einer extremen Zunahme an ebenfalls sauren Genussmitteln zu einer extremen Erhöhung der Säurezufuhr bei den meisten Menschen.

 

Durch die Industrialisierung mit ihren Auswirkungen wie Rationalisierung und Entfremdung der Arbeit wurde und wird der Stress für die einzelne arbeitende Person immer größer. Da bei Stress im Körper Säure erzeugt wird, addierte sich das zu den bereits hohen Mengen an zugeführter Säure.

 

Viele Menschen benutzen industrielle Produkte bei der Körperpflege. Deodorants mit Schwer- oder Leichtmetallen versiegeln die Poren. Erdölhaltige Pflegeprodukte bilden in der Haut einen Schutzschirm gegen das Ausscheiden von Säure. Beides behindert die natürliche Säureausscheidung über die Haut. Dies führt zu einem weiteren Anstieg der Säuremenge im Körper.

 

Die veränderte Lebensführung von vorwiegend sitzenden Tätigkeiten behindert die natürliche Säureausscheidung, die durch Bewegung und vor allem Schwitzen erfolgen kann.

 

Diese verschiedenartigen Komponenten ergänzten sich in einer Negativspirale: mehr Säurezufuhr von aussen, mehr Säureproduktion von innen, weniger Säureausscheidung nach aussen. Dies führt unter dazu, dass sich der pH-Wert der meisten Menschen sich verändert und nun weiter im sauren Bereich liegt. Dies wird wiedergegeben durch die Begriffe ein Mensch sei „sauer“ oder „übersäuert“.

 

 

Hier geht´s weiter

Wie Süßes bei PMS hilftTeil 2: Wie alles zusammenhängt

/// Der Einfluss der Säuren auf den weiblichen Zyklus /// Welche Symptome und Krankheiten können aus der Verschiebung des pH-Wertes in Richtung Säure folgen? /// Die Pufferfunktion – Säure ist nicht gleich Säure /// Die Pufferfunktion im Zusammenhang mit dem Zyklus /// Wie das Süße und das Saure beim Puffern helfen können. Oder auch nicht. /// Das Puffersystem bekommt eine industrialisierte Antwort /// Auswirkungen eines eingeschränkt funktionierenden pH-Puffers ///

 

Wie Süßes bei PMS hilft Teil 3: Das ist die Lösung

/// Wichtiger Schritt für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt: basenüberschüssige Ernährung /// Basisches Baden unterstützt das basenüberschüssige Leben /// Seelische Komponenten der Probleme /// Gesund Leben in Zusammenarbeit mit Körper, Geist und Seele ///

 


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Andrea Hofmann

Heilpraktikerin Psychotherapie

Beratung / Coaching / Psychotherapie

 

Raum für Innere Arbeit, Berlin (Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg / Friedrichshain, Neukölln / Treptow)

 

Andrea Hofmann arbeitet mit den Methoden EMDR, Familienaufstellung / Systemische Aufstellung, Inneres Kind, Offene Wahrnehmung, Wahrnehmung, Bewusstsein & Intuition, In der Haut der Anderen und mehr. Sie berät zu Ernährung (u.a. basischer Ernährung), Basischem Baden und publiziert in verschiedenen Medien.